• Herausgeber ‏ : ‎ BoD – Books on Demand
  • Autor :  Pascal Mohr 
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 10. Mai 2026
  • Seitenzahl ‏ : ‎ 314 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3695761334
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3695761333

Eiskalter Moment von Pascal Mohr

Wenn jede Sekunde über Leben und Tod entscheiden kann

Schon das Cover von „Eiskalter Moment“ sorgt für eine beklemmende Atmosphäre – und genau dieses Gefühl zieht sich durch das gesamte Buch. Das Thriller-Debüt von Pascal Mohr hatte ich schon auf meinem Radar, da ich es bei einer anderen Bloggerin entdeckt hatte. Umso mehr habe ich mich gefreut, als Pascal schließlich selbst Kontakt zu mir aufgenommen hat.

Bereits der Prolog hat mich sofort gepackt. Die unterschwellige Spannung ist von der ersten Seite an greifbar und ließ mich neugierig weiterlesen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit genügt und die kleine Mila verschwindet spurlos auf einem belebten Marktplatz. Keine Schreie, keine Zeugen – nur ein roter Ballon, der lautlos in den Himmel steigt. Allein dieses Bild hat sich sofort in meinem Kopf festgesetzt.

Besonders überzeugen konnte mich Lukas Reimer, Milas Vater. Er ist für mich der stärkste Charakter des gesamten Romans. Seine Verzweiflung, seine Angst und seine Hoffnung wirken unglaublich authentisch. Ich habe jede seiner Entscheidungen nachvollziehen können und mich immer wieder gefragt, wie ich selbst in einer solchen Situation handeln würde. Genau solche Figuren machen einen Thriller für mich lebendig.

Auch Daniel Falk spielt eine interessante Rolle. Lange bleibt unklar, welche Fäden er im Hintergrund zieht und welche Bedeutung er für die Geschichte hat. Nach und nach setzt Pascal Mohr die einzelnen Puzzleteile zusammen und sorgt so immer wieder für neue Fragen.

Weniger überzeugen konnten mich hingegen Jana Vogt und Anna. Jana, die ermittelnde Polizistin, blieb für meinen Geschmack etwas zu distanziert und wirkte stellenweise kühl und emotionslos. Auch Anna, Milas Mutter, hätte ich gerne intensiver kennengelernt. Beide Figuren hätten für mich noch etwas mehr Tiefe vertragen.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, hat mir aber überraschend gut gefallen. Kurze, prägnante Sätze treiben die Handlung zügig voran und sorgen dafür, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig merkt man dem Buch an, dass es unlektoriert erschienen ist. Wortwiederholungen, kleinere sprachliche Holprigkeiten und Formulierungen, die nicht immer ganz rund wirken, sind mir durchaus aufgefallen. Für mich waren das zwar keine gravierenden Kritikpunkte, sie hätten mit einem professionellen Lektorat aber sicherlich vermieden werden können.

Die Grundidee des Thrillers hat mir richtig gut gefallen und bietet jede Menge Potenzial. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings einen etwas konsequenter aufgebauten Spannungsbogen gewünscht. Dennoch hat mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten und ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt.

Mein Fazit

Mit „Eiskalter Moment“ legt Pascal Mohr ein gelungenes Thriller-Debüt vor, das mit einer starken Grundidee, einem fesselnden Einstieg und einem authentischen Hauptcharakter überzeugt. Kleinere sprachliche Schwächen und etwas Luft nach oben beim Spannungsaufbau ändern nichts daran, dass ich das Buch gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, was der Autor künftig noch schreiben wird.

Rezensionsexemplar des Autors – vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.

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