
Hilf mir von K. L. Slater
Ein vielversprechender Anfang, eine spannende Grundidee – aber leider eine Geschichte, die mich zunehmend verloren hat.
Manchmal reicht ein Klappentext, um meine Neugier zu wecken. Bei „Hilf mir“ von K. L. Slater war das definitiv der Fall. Eine verstörende Nachricht von einer Freundin, die kurz darauf gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter verschwindet. Saffy war die Letzte, die Leona gesehen hat, und plötzlich gerät sie selbst unter Verdacht. Das klang für mich nach einem Thriller, bei dem ich miträtseln und unbedingt herausfinden wollte, was wirklich passiert ist.
Der Einstieg hat mir gut gefallen und ich war gespannt, wohin mich die Geschichte führen würde. Leider konnte das Buch meine anfängliche Begeisterung nicht lange aufrechterhalten.
Wenn die eigentliche Geschichte in den Hintergrund rückt
Was mich im Laufe der Handlung zunehmend gestört hat, war der starke Fokus auf Saffys Privatleben. Ihre Schwester, ihr Ex-Mann, ihr Sohn – gefühlt schien es mit jedem Menschen in ihrem Umfeld irgendwelche Probleme zu geben. Natürlich dürfen persönliche Konflikte zu einer Geschichte dazugehören und Figuren dadurch vielschichtiger werden. Für mich nahm dieses Drumherum jedoch so viel Raum ein, dass der eigentliche Thriller immer wieder in den Hintergrund rückte.
Dazu kamen zahlreiche Andeutungen und Wiederholungen. Es wurde viel angedeutet, manches mehrfach aufgegriffen, aber auf die Antworten, auf die ich gewartet habe, musste ich lange warten. Irgendwann hatte ich eher das Gefühl, auf der Stelle zu treten, als der Auflösung des Falls näherzukommen.
Viele Fragezeichen statt Nervenkitzel
Auch mit den Figuren hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre Entscheidungen und Alleingänge konnte ich häufig nicht nachvollziehen. Was vermutlich Spannung erzeugen sollte, sorgte bei mir eher für Kopfschütteln und Frust. Statt ständig neue Fragen aufzuwerfen, hätte ich mir gewünscht, dass die Handlung zielgerichteter vorangeht und die einzelnen Entwicklungen besser zusammenpassen.
Dabei finde ich die Grundidee nach wie vor interessant. Das Verschwinden einer Freundin und ihrer Familie sowie die Frage, welche Rolle Saffy tatsächlich spielt, bieten durchaus Stoff für einen packenden Psychothriller. Umso schade fand ich es, dass mich die Umsetzung nicht so mitnehmen konnte, wie ich es mir erhofft hatte.
Mein Fazit
„Hilf mir“ war mein erstes Buch von K. L. Slater. Der Einstieg hat mich neugierig gemacht, doch im weiteren Verlauf verlor die Geschichte für mich immer mehr an Spannung. Die vielen privaten Konflikte, wiederkehrenden Andeutungen und für mich oft unverständlichen Entscheidungen der Figuren haben meinen Lesefluss gestört.
Ich wollte wissen, was mit Leona und ihrer Familie geschehen ist. Leider wurde meine Neugier im Laufe des Buches zunehmend von meiner Frustration überlagert.
Schade, denn in der Grundidee hätte für mich deutlich mehr gesteckt. Am Ende blieb bei mir vor allem das Gefühl zurück, dass aus diesem spannenden Ansatz ein Thriller hätte werden können, der mich wesentlich mehr fesselt.
Vielleicht war es einfach nicht die richtige Geschichte für mich. Andere Bücher der Autorin kenne ich bisher nicht, deshalb möchte ich mir darüber auch kein pauschales Urteil erlauben.
Rezensionsexemplar – Danke an das Bloggerportal für die Bereitstellung
roduktinformation
- Herausgeber : Penguin Verlag
- Autor : K.L. Slater
- Erscheinungstermin : 12. August 2026
- Seitenzahl : 416 Seiten
- ISBN-10 : 3328113886
- ISBN-13 : 978-3328113881
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